Feb 02, 2007

Stephen Kovats wird künstlerischer Leiter der transmediale

Stephen Kovats wird die transmediale, das jährlich in Berlin stattfindende Festival für Kunst und digitale Kultur, in Zukunft leiten. Auf einer Pressekonferenz im Rahmen der zurzeit stattfindenden transmediale.07 in der Berliner Akademie der Künste stellten Hortensia Völckers für die Kulturstiftung des Bundes und Moritz van Dülmen, Geschäftsführer des transmediale-Trägers Kulturprojekte Berlin, Kovats erstmals öffentlich vor.

Der 1965 in Kanada geborene Kovats war zuletzt Chef-Kurator am V2_Institute for the Unstable Media’ in Rotterdam. Als Begründer, Gestalter und Leiter verschiedener internationaler Projekte war er in Europa und auch weltweit tätig, in den 90er Jahren vor allem für die Stiftung Bauhaus in Dessau. Dort gründete er das Studio für elektronische Medieninterpretation (EMI) und war Initiator und Direktor des Medienforums "Ostranenie", einem Festival für Kunst und Medien aus Mittel- und Osteuropa (1993-99). Er spricht fließend deutsch, englisch, französisch und ungarisch.

Stephen Kovats hat Architektur in Ottawa (Kanada) studiert, wobei für ihn dabei stets die kulturellen, gesellschaftlichen und medialen Aspekte von Moderne und Urbanismus im Vordergrund stehen. Die Transformationsprozesse, die Europa seit dem Fall der Berliner Mauer veränderten, haben seine Arbeit maßgeblich beeinflusst. Die Rolle der transmediale sieht er nicht zuletzt begründet in der geopolitischen Bedeutung Berlins. Er versteht das Festival als Forum für eine interdisziplinäre und Genre übergreifende Präsentation aktueller Kunst, die im Spannungsfeld von individuellen Leidenschaften und globalen Prozessen entsteht.
transmediale.08: conspire!