| Mittwoch 31.1. |
21:00 |
VP 2: Germany, normal @ Studio II
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Kopfende Haßloch
Geradezu puppenstubenhaft restaurierte Fachwerkbauten zieren die breiten Straßen des pfälzischen Dorfes Haßloch. Das einzige, was an Haßloch auffällig zu sein scheint, ist die Unauffälligkeit. Eines jedoch zeichnet Haßloch vor allen anderen deutschen Städten aus: Das ganze Dorf ist ein Testmarkt. Seit 18 Jahren betreibt die ‘Gesellschaft für Konsumforschung’ (GfK) in diesem als “durchschnittlichstes Dorf Deutschlands” betitelten Ort ihren ‘Behavior-Scan’, eine Verhaltensuntersuchung zur Ermittlung der Wirksamkeit medialer Werbung. Ziel ist es, die Einführung neuer Produkte unter realistischen Bedingungen zu testen. Deswegen gibt es in Haßloch Produkte in den Supermärkten, die nirgends sonst in Deutschland zu kaufen sind, wird Werbung im Fernsehen gezeigt, in Zeitschriften und auf Plakate gedruckt, die bislang nur in Haßloch zu sehen ist. Die GfK schaut in jeden Einkaufswagen und scannt akribisch, womit er gefüllt ist, ob die neuen Testprodukte ankommen oder in den Regalen stehen bleiben.
Kopfende Hassloch, de, 2006, 37:00
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Der Ordner
Berlin-Friedrichshain. Auf der Straße prägen lange Zeilen leerstehender, neueröffnender und wieder schließender Läden das Bild. Die ehemalige Existenzgründerin Henriette W. hat ihren Laden an ihren Nachmieter Christian S. übergeben. Übrig blieb der schwarze Aktenordner mit den Unterlagen eines Existenzgründerseminars. Das Potential des Ordners wurde sofort erkannt und zum Drehbuch erklärt. Der Experimentalfilm stellt die Geschichte vom euphorischen Anfang und schnellen Ende einer Existenzgründung den theoretischen Texten eines Existenzgründerseminars gegenüber.
Der Ordner, de, 2006, 33:00
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