|
Jan 19, 2007
|
Newsletter: transmediale zum Zwanzigsten
Newsletter vom 19.1.2007
transmediale.07 unfinish! 31.1. - 4.2. 2007 Akademie der Künste Berlin, Hanseatenweg 10
transmediale zum Zwanzigsten - Rückblicke **************************************************
1. transmediale zum Zwanzigsten 2. TM*20 - Register 3. Projektbibliothek 4. Konferenz - Viele Jahre Videokunst 5. Infermental 6. Medienkunst in der DDR?
************************************************** 1. transmediale zum Zwanzigsten
Im Rahmen der zwanzigsten Ausgabe des Festivals für Kunst und digitale Medien, das 1988 als VideoFilmFest startete, blickt die transmediale in historischen Querschnitten und Perspektiven zurück auf die Entwicklung des Festivals und der Kunst mit und durch Medien.
************************************************** 2. TM*20 - Register
Anlässlich des 20. Festivals erscheint eine umfangreiche Publikation in Form eines Registerbandes, in dem alle TeilnehmerInnen der letzten 20 Jahre akribisch aufgelistet sind. Das Kompendium präsentiert die Programme des Festivals in ihrer ganzen Vielfalt.
************************************************** 3. Projektbibliothek
Zur transmediale.07 wird eine temporäre Projektbibliothek eingerichtet. Hier können alle zum transmediale Award 2007 eingereichten künstlerischen Arbeiten gesichtet werden, deren Autoren der Veröffentlichung in diesem Kontext zugestimmt haben. Insgesamt sind 827 der 1030 eingereichten Werke vertreten. Daneben können mehrere Reihen historischer Video- und Medienkunstkompilationen aus Brasilien, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und Slowenien eingesehen werden. Ebenfalls vertreten in der temporären Projektbibliothek ist die vollständige Sammlung aller elf INFERMENTAL Editionen, die auch innerhalb des Film- und Videoprogramms von den jeweiligen Editorinnen und Editoren auszugsweise vorgestellt werden.
************************************************** 4. Konferenz: Viele Jahre Videokunst - Historische Rückblicke auf Kunst und Medien Mittwoch, 31. Januar, 16 Uhr, Studio
Im Frühling 2006 wurde in fünf deutschen Museen das Projekt '40 Jahre Videokunst in Deutschland' präsentiert. Eine umfangreiche DVD-Edition von über 50 Einzelarbeiten in Verbindung mit einem Katalogband (Hatje Cantz Verlag) versucht, das künstlerische Schaffen mit Video in Deutschland seit Mitte der 1960er Jahre zu beschreiben. Die transmediale.07 zeigt im Rahmen ihres Jubiläumsprogramms diese DVD-Edition und bemüht sich um eine Evaluation in einem breiteren und internationalen Kontext. Hierzu werden vergleichbare Projekte aus anderen Ländern eingeladen. Die Podiumsdiskussion mit den Machern von '40 Jahre Videokunst' und internationalen KollegInnen strebt eine kritischen Einschätzung solcher Dokumentations- und Übersichtsprojekte an. Teilnehmer: Chris Hill , Barbara Borcic, Wulf Herzogenrath
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, das die internationale Distribution von '40 Jahre Videokunst in Deutschland' betreut.
************************************************** 5. Infermental Mittwoch, 31. Januar, 10 Uhr (Studio II) Donnerstag, 1. Februar, 11 Uhr (Studio II) Freitag, 2. Februar, 11 Uhr (Studio II)
INFERMENTAL war das erste internationale Magazin auf Videokassetten, 1980 initiiert von dem ungarischen Filmemacher Gábor Bódy. Zwischen 1982 und 1990 entstanden elf Editionen mit 674 Einzelwerken von mehr als 600 Künstlern aus 36 Ländern. Die Grundidee von INFERMENTAL: Sammlung und Archivierung aktueller kultureller Tendenzen auf Video zur Zusammenschaltung von isolierten Medieninseln und bereits existierenden Netzwerken. Bei Betrachtung der Editionen wird deutlich, dass sich diese jeweils in der Auslegung des Konzepts, den Auswahlkriterien und den Organisationsformen der Redakteure stark voneinander unterscheiden. So dokumentiert jede Ausgabe nicht nur einen bestimmten Zeitraum kulturellen und künstlerischen Geschehens und Schaffens, sondern vermittelt ebenso einen sehr authentischen Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsansätze der jeweiligen Redaktion, deren Einschätzung von Welt, Politik und Arbeit. Zur transmediale.07 präsentiert das Festival eine umfangreiche Übersicht über die INFERMENTAL Editionen, welche in ihrer Gesamtlänge ebenfalls in der temporären Projektbibliothek der transmediale.07 eingesehen werden können. Parallel hierzu gibt das INFERMENTAL-Frühstück den Auftakt für die weitere Reihe der folgenden Editionen im Programm.
http://www.infermental.de
************************************************** 6. Medienkunst in der DDR? Unabhängige Film- und Medienkunst in der DDR 1976-1989 Sonntag, 4. Februar, Akademie der Künste (Pariser Platz)
In der Spätphase der DDR gab es neben den offiziellen Bilderfabriken von Babelsberg (DEFA) und Adlershof (Fernsehen) auch eine lebendige filmische Subkultur. Viele Meter Schmalfilm wurden belichtet, die u.a. in privaten Räumen, in Kirchen, in Galerien, Konzertsälen und improvisierten Festivals aufgeführt wurden. Es waren zunächst Maler, die Ende der 70er Jahre das Medium des Super-8-Films für sich entdeckten, vor allem mittels der eigentlich für Urlaubsaufnahmen vorgesehenen sowjetischen ‘Quarz’-Kamera. Multimediale Aktivitäten von A.R. Penck in Dresden oder von Lutz Dammbeck in Leipzig lösten eine regelrechte Welle von Malerfilmen aus, die etwas später auch Ost-Berlin erreichte.
16 Uhr Filmprogramm ‘Revision DDR’ (mit Werken von Lutz Dammbeck, Jörg Herold, Else Gabriel, Via Lewandowsky, Yana Milev, Ulrich Polster) 18 Uhr Diskussion 'Medienkunst in der DDR?' (mit Lutz Dammbeck, Else Gabriel, Claus Löser, Helke Misselwitz, Klaus Staeck, Christoph Tannert, Dieter Daniels) 20 Uhr Filmprogramm ‘Malerfilme in der DDR’ (mit Werken von Lutz Dammbeck, Helge Leiberg, Cornelia Schleime, Andreas Dress, Christine Schlegel, Jürgen Böttcher, A. R. Penck) Filmprogramm kuratiert von Claus Löser (Archiv ex.oriente.lux)
************************************************** transmediale.07 unfinish! festival for art and digital culture berlin http://www.transmediale.de info@transmediale.de
|