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Mittwoch 31.1. 21:00

Resonierende Gedächtnisspuren / Nightline @ Studio

Mit einer Reihe verschiedener Performances wird das österreichische Institut für Medienarchäologie (IMA) unter dem Titel 'Nightline' verschiedene Künstlerinnen, Künstler und Kompositionen präsentieren:

Rebekah Wilson war über mehrere Jahre als Netochka Nezvanova als Fiktion unterwegs. Benannt nach einer Romanfigur von Fjodor Dostojewski geisterte die ausgebildete Komponistin durch das Netz, als Enfant terrible, als Anti-Popstar, als Ikone. Zu ihrer Identität als Rebekah Wilson fand sie den Weg zurück in ihre Heimat Neuseeland. Mit der Performance 'A History of Mapmaking' verwendet sie das Cello live als Klangerzeuger und zur Manipulation digitaler Klangereignisse. (Komposition und Aufführung: Rebekah Wilson)

Die Performance '4:3' bewegt sich auf den Spuren der Experimente von Leo Theremin (Lev Sergejewitsch Termen), der in den 30er Jahren in seinem Studio in New York mit der Avantgardefilmerin Mary Ellen Bute Licht und Klang zu 'Lichtmusik' verknüpfte. Seine Ideen der unmittelbaren Verflechtung von Licht, Klang und Bewegung eröffnen heute, im Zeitalter digitaler Technologien, neuerlich ein spannendes Forschungs- und Experimentierfeld. (Komposition und Elektronik: Elisabeth Schimana, Flöte: Cordula Bösze, Terpsiton: Elena Golovasheva, Instrumentendesign: Andrej Smirnov)

Mit 'ghostengine - Sprechen ohne Sprache' versuchen sich zwei Schriftstellerinnen an einer Kommunikation ohne Sprache. Das Theremin, eines von wenigen Musikinstrumenten, das vom Musiker ohne körperliche Berührung gespielt wird, ist hier 'Sprachinstrument', das Liesl Ujvary und Ann Cotten experimentell und voller Neugierde erforschen. Zusätzlich spielen sie auf dem Kaosspad (ein Effektgerät für Musik) und dem Laptop, um die Klänge des Theremins noch einmal zu filtern. Es entstehen Kompositionen, die ein Panorama menschlicher Existenz entwerfen: direkt, ergreifend, nonverbal. (Theremin und Elektronik: Liesl Ujvary und Ann Cotten)

Ushi Reiters Turntable Improvisationen - Plattenkratzen, Nadelaufsetzen und Soundfetzen - aus von Frauen generiertem Soundmaterial des 20. Jahrhunderts treten in Dialog mit dem von starsky geschaffenen Projektionsraum.

Mit Unterstützung von: bundeskanzleramt:kunst, Niederösterreich >> Kultur und der Österreichischen Botschaft

siehe auch: Salon