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Jan 16, 2006
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transmediale.06: Film & Video Programme
Newsletter vom 16.1.2006 transmediale.06: Film & Video Programm ************************************************** 1. Film & Video Programm 2. Reality & me 3. Intercepting reality 4. Ugly but trendy 5. Solmaz Shahbazi 6. The making of 7. Imagine native 8. Weitere Programme ************************************************** 1. Film & Video Programm Das Film & Video Programm der transmediale.06 umfasst zehn Screenings, die sich in einer thematischen Bandbreite dem Motto des diesjährigen Festivals nähern: Reality Addicts. Sie reicht von dokumentarischen Arbeiten mit Spielfilmlänge bis zu kürzeren künstlerischen Videoarbeiten, die in einer Reihe von Kompilationsprogrammen zusammengefasst sind. Ein Ausschnitt aus dem Film & Video Programm wird in der transmediale Lounge an Monitorstationen präsentiert, die Screening-Termine beziehen sich auf die Veranstaltungen im Studio-Auditorium. Auch in diesem Jahr werden zahlreiche der Künstlerinnen und Künstler wieder anwesend sein und direkt nach der Vorstellung Gelegenheit zum Gespräch über ihre Arbeit geben. ************************************************** 2. Reality & me Freitag, 3. Februar, 14:00 'Reality & me' widmet sich den Öffnungen und Zwischenräumen in der Realität. Gängige Routinen werden beobachtet und dabei durch subtile Verlagerung von Blickwinkel und Handlungsrahmen auf humorvolle Art unerwartete und ungewöhnliche Konstellationen aus zunächst eher unspektakulären Alltagssituationen konstruiert. [01] Reality & me Blue Hammer, Suzanne Caines (ca), 10:19 | Cinepolis, Ximena Cuevas (mx), 18:00 | Insert The Name Of The City Here, Yves Coussement (be), 9:00 | Oh so criminal, Keir Smith (au), 4:26 | Portrait with a curator, Azorro Group (pl), 7:35 | Proposal, Azorro Group (pl), 1:52 | Release of mineral water, Mai Yamashita/Naoto Kobayashi (jp), 6:24 ************************************************** 3. Intercepting reality Freitag, 3. February, 21:00 Die 'reality addicts' in diesem Programm stellen sich ihre Wirklichkeit selbst zusammen. Wobei sie sich jedoch gleichzeitig Elementen der vorgeblich allgemein vereinbarten Realität bedienen, um mit ihrer eigenen Version hiervon trotzdem kompatible Übergänge in diese beschreiben zu können. Wunschwelten und Traumwelten vermischen sich dabei ironisch und humorvoll, aber auch auf emotionale und poetische Weise. [02] Intercepting reality First Fleet Back, Jennifer Lyons-Reid/Carl Kuddel (au), 22:00 | I love you Jet Li, Stacy Hardy/Jaco Bouwer (za), 12:54 | Little Figures, Sarah Vanagt (be), 15:47 | Looking for Alfred, Johan Grimonprez (be), 10:00 | Specialized Technicians Required: Being Luis Porcar, Manuel Saiz (es/uk), 2:00 ************************************************** 4. Ugly but trendy Samstag, 4. Februar, 21:00 Die Funk-Szene Rio de Janeiros besteht aus vielen weiblichen MCs und Frauenbands, denn im Dancehall-Business sind ihre Auftritte wichtige Voraussetzung für den Erfolg eines Abends geworden. 'I'm Ugly but I'm Trendy' von Denise Garcia stellt das Funk-Universum Rio de Janeiros aus der Perspektive weiblicher Funker dar, die im 'wirklichen' Leben Mütter, Ehefrauen und Studentinnen sind. Der Zorn auf eine Gesellschaft, die Migranten-Kids aus Berlin-Wedding als ausgrenzend empfinden, wird in 'Wedding 65' von Rozbeh Asmani deutlich. Die Protagonisten reflektieren über ihren Lebensalltag zwischen Kriminalität, Arbeitslosigkeit und sozialem Engagement. Hip Hop und Break Dance definieren ihre eigene Identität zwischen der Herkunft ihrer Eltern und dem Alltag in Deutschland. [04] Ugly but trendy Sou feia mas to na moda, Denise Garcia (br), 60:00 | Wedding 65, Roozbeh Asmani (de), 8:00 Denise Garcia präsentiert ihre Arbeiten auch am 5. Februar um 17 Uhr im transmediale salon. ************************************************** 5. Solmaz Shahbazi Dienstag, 7. Februar, 18:00 Zwei Dokumentationen der iranischen Filmregisseurin Solmaz Shahbazi zeigen die Wirklichkeit und die Geschichte Teherans: In der halbstündigen Dokumentation 'Good Times, Bad Times' erzählen junge Teheraner, die nach der islamischen Revolution 1978 geboren wurden, von ihren Ansichten, Hoffnungen und Sorgen. Die Beziehung zwischen den Geschlechtern, Liebe und Heirat, Glaubensfragen und politische Realität sind ihre Themen. 'Tehran 1380' hingegen ist eine Hommage an die wildwachsende Metropole aus Beton und Neon, die keinen westlichen Maßstäben zu entsprechen scheint. [10] Solmaz Shahbazi Good Times/Bad Times, Solmaz Shahbazi (ir/de), 31:00 | Tehran 1380, Solmaz Shahbazi (ir/de), 45:00 ************************************************** 6. The making of Sonntag, 5. Februar, 12:00 Seeing is believing. Von den möglichen Methoden, die Schöpfung zu betrachten, wird die Beobachtung mit der Kamera als besonders wahrheitsgetreu empfunden. Der Dokumentarfilm über Ansätze und Fortschritte in der Hirnforschung ist aber auch ein Film über visuelle Wahrnehmung und das Filmemachen. 'The making of' basiert auf der Analogie von Filmen und dem Sehprozess. Die zentrale Frage lautet: Wie kreativ ist Wissenschaft und wie objektiv ist Film? [05] The making of The making of, Viola Stephan (de/lu), 86:00 ************************************************** 7. Imagine native Montag, 6. Februar, 17:00 Die Videos aus diesem Programm stammen aus dem Verleih der kanadischen Vtape, die Mitbegründer des imagineNATIVE Filmfestivals sind und sich in besonderer Weise der Distribution dieser Arbeiten widmet. Der Titel des Programms ist Referenz zu dem jährlich in Toronto stattfindenden Festival, das sich als Plattform für künstlerische Arbeiten von 'First Nations Canadians' und indigener Völker weltweit versteht. [07] Imagine native 10, Dana Claxton (ca), 7:20 | Erin & Eva, Adam Garnet Jones (ca), 9:48 | Love & Numbers, Thirza Cuthand (ca), 9:00 | super Vintage, DAYBI (ca), 16:20 | The Shirt, Shelley Niro (ca), 5:55 | X-Patriotism, Stephen Foster (ca), 6:34 | Yada Yada, Bennie Klain (ca), 8:00 ************************************************** 8. Weitere Programme [03] instant constructions: Samstag, 4. Februar, 12:00 Die Arbeiten der 'instant constructions' variieren stark in ihrer jeweiligen Erscheinungsweise. Als gemeinsames Element verbindet sie die Konstruktion konzentrierter Momentanität. Vom in sich geschlossenen Gefüge gefundener, hektischer Bilderfluten zur gesammelt vorgetragenen Verschwörung in Theorie und Praxis. Gemeinsam operieren sie im Spannungsfeld von Abbildung und Abgebildetem, Schein und Wirklichkeit. Corrosion 3, Martin Pichlmair/Thomas Grill (at), 5:00 | Fear And Control, Tim Blake (uk), 38:37 | Future Garden Structure, Hilary Koob-Sassen (uk), 14:00 Sonntag, 5. Februar, 21:00 [06] Collateral surface 'Collateral surfaces' sind sich seitwärts bewegende Oberflächenkonstruktionen. In ihrer narrativen Kreisbahn bleiben diese Oberflächen intakt, brechen also gerade nicht mit ihnen, lassen aber umso deutlicher das darunter liegende, abstrakte Gerüst und seine 'parallelen Schnittpunkte' sichtbar werden. -./ [Nomination], Andres Ramirez Gaviria (co/at), 6:10 | Automovil, Rolando Vargas/Catherine Cely (co) 3:51 | Human Trial, John Butler (uk), 4:40 | Luukkaankangas, Dariusz Krzeczek (pl), 8:00 | METRO: Paris - Hong Kong Underground, Thomas Wessel-Cessieux (fr), 4:00 | OnOff, Joao Ricardo/Hugo Olim (pt), 3:22 | radioint. 14/37, Lia (at), 2:00 Dienstag, 7. Februar, 14:00 [08] Close distances Entfernung und Nähe; der distanzierte Blick auf das dennoch Unmittelbare steht hier in seiner mutmaßlichen Widersprüchlichkeit im Vordergrund. Gleichzeitig verwebt sich diese Perspektive mit der Entrücktheit unerklärlicher Gelassenheit gegenüber dem Unausweichlichen - der Bombe, die in einem Moment fatalistischer Klarheit das Ungleichgewicht der Kräfte wieder herstellt. a.m./p.m., Herman Asselberghs (be), 45:00 | Enclosures, Nesrine Khodr (lb), 22:00 Dienstag, 7. Februar, 16:00 [09] Grinding borders Äußerungen von Gewaltanwendung in unterschiedlichster Ausprägung sind immanentes Element der künstlerischen und dokumentarischen Arbeiten in diesem Programm. Von der Abstraktion direkter Bilddokumente zu ungefilterter Aggression finden sich die 'grinding borders' ebenso wieder in der situativen Präsenz noch schwelender Überreste von eben erst beendeten Konflikten. Dabei entstehen aber auch beinah poetisch anmutende kurze Momente des Durchatmens der voraussichtlich nur temporären Kampfpause. A few crumbs for the birds, Nassim Amaouche (fr), 28:00 | Begin, Began, Begun, Sarah Vanagt (be), 38:00 | Centroamerica Now, Regina Aguilar (hn), 6:11 | Destrukt, Aline Helmke (de), 2:15 Dienstag, 7. Februar, 20:00 [11] transmediale.06 video selection (preview) 'transmediale.06 video select' ist die während des Festivals 'in Echtzeit' programmierte Auswahl, die dann in ähnlicher Form innerhalb der alljährlich stattfindenden Programm-Tour weltweit zu sehen sein wird. **************************************************
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