Warren Neidich: Resistance if Fertile [leider nur auf Englisch]In a recent article published in the Sarai Reader Turbulence entitled 'The Neurobiopolitics and Global Consciousness' I proposed a model by which sovereignty might exert its control over individual contemplation through hegemonic mediated networks of meaning that preferentially select and organize networks in the brain during critical periods of human epigenesis. According to this hypothesis the recent transformation, post-internet, of an intensive network society/culture with its newly evolved, multiplicitous, rhizomatic, synchronous and non-narrative arrangements of phatic stimuli incarcerating attention has produced and configured intensive neural networks in the matter of the brain. |
Ingeborg Reichle: Kunst im Zeitalter der TechnosciencesDas Verhältnis von Kunst und Wissenschaft war immer vielschichtig und ist heute im Zeitalter der Technosciences zudem überaus prekär geworden, wie durch den Einsatz der ethisch umstrittenen Gentechnik in der zeitgenössischen Kunst deutlich wird. Schon vor Jahren haben Künstler das Atelier verlassen um in den Laboratorien der modernen Life Sciences ihre Projekte entstehen zu lassen und haben lebende Biomasse zum Material der Kunst erklärt. Insbesondere Künstler der Bio-Art bringen neue Lebensformen hervor, transgene Organismen, die nur mehr als “Biofakte“ bezeichnet werden können und nicht zur Familie der „natürlichen“ Lebewesen gehören. Mit der Herstellung transgener Organismen und techno-organischer Hybriden scheinen Künstler gegenwärtig an einem neuralgischen Punkt der Technosciences angelangt zu sein, an dem sich die Artefaktizität der Natur der Artefaktizität der Kunst gegenüber gestellt sieht und so das Verhältnis von Kunst und Natur - stets das entscheidende Kriterium aller Kunsttheorie – zu implodieren scheint. Doch im Hinblick auf die Debatte um die Neuproduktion von lebendigen Organismen durch die Kunst geht es heute weniger um die Akzeptanz neuer Kunstformen oder um Grenzverschiebungen innerhalb der Kunstszene. In dieser Debatte tritt vielmehr ein gesellschaftlicher Aushandlungsprozess zutage, der zur Konstruktion ganz bestimmter Lebenswelten führt und damit gewisse Lebewesen einschließt und andere somit ausschließt. Dies umso mehr, da es immer schwieriger wird, im Zuge der Technisierung des Lebendigen zu unterscheiden, was noch „Natur“ und was bereits „Technik“ ist, was als real oder imaginär gilt, und alltagsweltliche Gewissheiten ohnehin bereits erschüttert sind. |

































