Feb 04, 2007

Der Standard: Transmediale kürte Belgier Asselberghs

Transmediale kürte Belgier Asselbergh

Berliner Medienkunstfestival zeichnete seinen "Hörfilm" "Proof of Life" aus - Stephen Kovats neuer Festivalleiter

Berlin - Der belgische Künstler Herman Asselberghs hat den Wettbewerb des Berliner Medienkunstfestivals "Transmediale" gewonnen. Die internationale Jury vergab am Samstagabend neben dem mit 4.000 Euro dotierten ersten Preis zwei zweite Plätze, wie die Veranstalter mitteilten. Diese gingen bei der Verleihung in der Akademie der Künste an Antoine Schmitt aus Frankreich für eine Installationsarbeit sowie an Tim Shore aus Großbritannien für ein Video. Zum Preisträgerfilm


Asselberghs Arbeit "Proof of Life" ist ein "Hörfilm", bei dem ein leerer Raum zu sehen ist, menschliche Anwesenheit ist nur zu hören. Eine männliche Stimme beschreibt dazu "erschreckende Fernsehbilder und die Eindrücke einer langen Gefangenschaft", wie es in der Mitteilung heißt. Für die Jury ist dies ein "Beispiel für die Kraft von Kunst, ihr Publikum in die Gegenwart zu holen". Bei dem Wettbewerb gab es rund 1000 Einsendungen aus 59 Ländern. Neuer Leiter: Stephen Kovats Das Kunst- und Medienfestival, das als eines der wichtigsten dieser Art gilt, hat künftig einen neuen Leiter. Der aus Kanada stammende Architekt und Kunstkurator Stephen Kovats wurde am Freitag von der Künstlerischen Leiterin der Bundeskulturstiftung, Hortensia Völckers, vorgestellt. Die Stiftung unterstützt das Festival jährlich mit 450.000 Euro. Kovats, der den langjährigen Leiter Andreas Broeckmann ablöst, war zuletzt Chefkurator am V2-Institute for the Unstable Media in Rotterdam. In den 90er Jahren war er für die Stiftung Bauhaus in Dessau tätig. Die "Transmediale", die Sonntag endete, versteht er als "Forum für eine interdisziplinäre und Genre übergreifende Präsentation aktueller Kunst". (APA/dpa)