Das Werk '
Proof of Life' von
Herman Asselberghs ist ein Beispiel für die Kraft von Kunst, das Publikum in die Gegenwart zu holen. Die vielschichtigen Bedeutungen und die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Zeiten und Räumen, spiegeln die komplexen gegenwärtigen Wirklichkeiten wider: mit Schreckensbildern gesättigt und in einem fortwährendem Ausnahmezustand. 'Proof of Life' ist ein Werk, das in erster Linie von einem universellen und zersplitterten menschlichen Zustand spricht, sowohl durch die Beschreibung, als auch durch die Metapher der Einkerkerung.
Im Einklang mit einer langen Geschichte aus textbasierten Interventionen spielt Asselberghs mit dem Raum und deutet, mit vollem Klang und in Anspielung auf den Film-Essay von Alain Resnais 'Night and Fog', eine "Abwesenheit von Anwesenheit und eine Anwesenheit von Abwesenheit" an. Zwischen Audio- Performance und ortsspezifischer Installation demonstriert diese Arbeit die Stärke des Textes, zeitgenössisch in Form und Inhalt. Indem er auf das vermittelte Zeugnis und den Trost Bezug nimmt und diese darüber hinaus verbreitet, werden wir in einen Raum eingeladen, in dem wir den Grad unseres eigenen Komforts und die Abstraktion der Welt um uns herum in Frage stellen. (transmediale.07 Jury statement)