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"Moderne Macht beruht in fundamentaler Weise auf Geheimnissen und Geheimhaltung, auf Ausspähung, Täuschung, Desinformation und Verrat." (Eva Horn)

Seitdem die Bilderberg Gruppe, ein informeller Bund ökonomischer, politischer und kultureller Super-Entscheidungsträger sowie einflussreicher Medienvertreter, erstmals 1954 im exklusiven Hotel Oosterbeek Hotel de Bilderberg in den Niederlanden zusammengekommen ist, gehören ihre jährlichen Treffen zu den am besten gehüteten Geheimnissen der Welt. Initiiert von dem polnischen Emigranten Joseph Hieronim Retinger (1888-1960) und unterstützt durch den niederländische Prinz Bernhard (1911 - 2004) versammelte sich die Gruppe vor allem, um Ängsten vor dem Verlust des amerikanischen Einflusses in Westeuropa während des Kalten Krieges etwas entgegen zu setzen.
Die transmediale.08 hat eine ähnlich bedeutende Gruppe von Künstlern, Aktivisten und Forschern zu einem eigenen, ‚gegen-konspirativen’ Bilderberg Salon eingeladen. Jede der fünf täglichen Sitzungen wird von einem speziellen Gast geleitet und präsentiert, und ermöglicht im Rahmen eines offenen Austauschs Einblicke in das Hinterzimmer der taktischen Informations- und Kommunikationsarchitektur unserer Zeit.

Bitte beachten: Die Teilnahme am Salon kann nur mit einem Tages- oder Festivalpass erfolgen.

Mittwoch 30.1.
13:00 - 18:00

Der Peenemünde Salon

 
Geleitet von: xxxxx [int]

xxxxx wird eine Reihe von Forschungsergebnissen verschiedener Künstler und Gruppen vorstellen, die an historisch bedeutenden, spekulativen und technologisch-illusionären Orten arbeiten. Derartige mit zahlreichen Kurzformeln (z.B. W.A.S.T.E.)   bezeichnete strategische Operationsräume schaffen die Vorraussetzungen für wissenschaftliche Recherchen und performative Handlungen, in denen sowohl theoretische wie auch praktische Strategien für zeitgenössische konspirative und paranoide Techniken umrissen werden.

13:00 Skrunda Signal

13:00 Skrunda Signal

 

15:00 xxxxx_Peenemünde

and others

17:00 The Chernobyl Project

 

15:00 xxxxx_Peenemünde

and others

17:00 The Chernobyl Project

Donnerstag 31.1.
12:00 - 18:00

The TRANSITformations Salon

 
Geleitet von: Kyd Campbell [ca]

Die Ansammlung von Menschen im öffentlichen Raum zwingt uns in ein andauerndes Verhältnis flüchtiger Begegnungen. Wir laufen Gefahr, unsere körperliche, sinnliche Wahrnehmung im Oszillieren zwischen amorphen Raumbedingungen und mechanistischen Bewegungsmustern zu verlieren.  Es ist kein Geheimnis: diese Salongäste wollen Sie dazu bewegen, ihnen zuzuhören; sie wollen Sie verändern. Es geht ihnen darum, Möglichkeitsräume zu öffnen, die Sie befähigen, bewusst Entscheidungen zu treffen und Strukturen für ein flexibles und strategisches Handeln zu schaffen.


12:00 dis-locate-net – Sites of Conspiracy

12:00 dis-locate-net – Sites of Conspiracy

 

13:00 Appropriating Identity: Janez Janša and the Silent Cell Network

14:00 The Artist, the Scientist and the Industrial

16:00 Advanced Realities

 

13:00 Appropriating Identity: Janez Janša and the Silent Cell Network

14:00 The Artist, the Scientist and the Industrial

16:00 Advanced Realities

Donnerstag 31.1.
19:00

Sonderveranstaltung: The Third Term Music @ Bilderberg Salon

 
Einführung: Stefan Riekeles [de].

'filmachine' ist eine Klanginstallation, die Besucher in einen Strudel aus Klang und Licht vesetzt, der die traditionelle Perspektive filmischer Erfahrung durchbricht. Shibuya und Ikegami stellen ihre Kompositionsmethode, die Third Term Music, vor.

Die Präsentation wird freundlicherweise gesponsort von Musikelectronic Geithain, Audio-Studiotechnik Glasa und Color Kinetics Japan und unterstützt vom Kulturministerium Japans.


Freitag 1.2.
12:00 - 18:00

The Co-opting Strategy Salon

 
Geleitet von: Nat Muller [nl]

Dieser Salon widmet sich der Frage nach neuen Möglichkeits- und Interaktionsfeldern zwischen Öffentlichkeit, Kunst und Technologie. Gemeinsam mit den Saloniéres werden Strategien diskutiert, die an der Schnittstelle zwischen Ästhetik und Intimität, Technologie und Politik ansetzen. Jenseits einer von der abendländischen Kultur geprägten Perspektive, kommt der künstlerischen Praxis die entscheidende Rolle zu, zwischen medialer Wahrnehmung und kulturellen Entwicklung zu vermitteln.

16:00 Zone Interdite and picidae

Mathias Jud [de/ch], Mathias Jud [de/ch], Christoph Wachter [de/ch], Christoph Wachter [de/ch]
 

15:00 Spy vs. Spy: Sharon Daniel's Public Secret and Robert Hilbrich's Terror Detection Algorithms

 

13:00 Speculative Archive

14:00 FACELESS: opportunistic infections of the surveillance apparatus

12:00 Trans4m Orchestra

12:00 Trans4m Orchestra

 

13:00 Speculative Archive

14:00 FACELESS: opportunistic infections of the surveillance apparatus

 

15:00 Spy vs. Spy: Sharon Daniel's Public Secret and Robert Hilbrich's Terror Detection Algorithms

16:00 Zone Interdite and picidae

Mathias Jud [de/ch], Mathias Jud [de/ch], Christoph Wachter [de/ch], Christoph Wachter [de/ch]
Samstag 2.2.
12:00 - 18:00

The Lud/d/ic Society Control Room

 
Geleitet von: Marguerite Charmante [ch]

"Is it OK to be a Luddite?”
(Thomas Pynchon, 1984)
Im freien Umgang mit geistigen und kulturellen Errungenschaften taucht –  theoretisch wie praktisch – immer wieder die Frage auf, wo politische und ökonomische Kontrollversuche beginnen, und wo sie enden. Es geht heute um den Versuch, Taktiken und Strategien zu entwickeln, um sich diesem hegemonialen Zugriff zu entziehen. Die künstlerischen Positionen, mit denen wir bei dieser Unterredung konfrontiert werden, eröffnen einen kritischen Diskurs und alternative psycho-organische Parallelwelten.


 

12:00 The Antioch Papers – Communications Archives: research, revelations, gossip, analysis, littoral art

 

12:00 The Antioch Papers – Communications Archives: research, revelations, gossip, analysis, littoral art

 

13:30 Google Inc.

15:00 Constraint City – The Pain of Everyday Life

16:30 Monopolio

 

13:30 Google Inc.

15:00 Constraint City – The Pain of Everyday Life

16:30 Monopolio

Sonntag 3.2.
12:00 - 16:00

The Bilderberg's Future_Brunch 101

 
Geleitet von: Federico Bonelli [it]

Federico Bonelli entwirft ein futuristisches Szenario im Geiste Marinettis. Eine Zukunft, die so nahe an der Auflösung ins Nichts ist, dass wir sie mit unserer Fantasie befeuern und der bloßen Ahnung unserer Möglichkeiten beleben. Mit Worten, die ihre Eindeutigkeit zugunsten der Illusion aufgeben, mit wahnwitzigem Optimismus und einer Schachtel, die aus Raum und Zeit gefaltet ist, schlagen wir gegen das Tor der Unmöglichkeit. Es öffnet sich nur ein Spalt, der uns einen chaotischen kleinen Garten enthüllt, eine Erinnerung an unseren Ursprung. Doch schon erzittert dieser Garten unter der absoluten ewigen Geschwindigkeit unserer eigenen Zukunft.


 

16:00 KAOS a.k.a. Rosencrantz and Guildenstern in Hell

13:30 PN (Power Noise)

pueblo [cl], Zosen [ar], pueblo [cl], Zosen [ar]

13:00 Media Art 2.0

12:00 The Setun-Conspiracy

12:00 The Setun-Conspiracy

13:00 Media Art 2.0

13:30 PN (Power Noise)

pueblo [cl], Zosen [ar], pueblo [cl], Zosen [ar]
 

16:00 KAOS a.k.a. Rosencrantz and Guildenstern in Hell

Sonntag 3.2.
16:30

Sonderveranstaltung: Konspiratives Verhalten: Wer terrorisiert wen @ Auditorium

 
Moderator: Britta Grell [de]
Teilnehmer: Andrej Holm [de], Andrej Holm [de], Anne Roth [de], Anne Roth [de]
Der Sozialwissenschaftler Andrej Holm (Humboldt-Universität) wurde am 31. Juli 2007 festgenommen - ein Jahr nachdem die Polizei seine öffentlich bekannten politischen Aktivitäten mit seinen Texten über Gentrifizierung in Verbindung brachte und eine Ermittlung wegen Terrorismus einleitete. Holms verdächtiges Verhalten, wie zum Beispiel kein Handy bei sich zu tragen und sich zweimal mit einer Person zu treffen, die später beschuldigt wurde, versucht zu haben, ein  Armeefahrzeug in Brand zu setzen, waren Grund für einen Haftbefehl wegen  Mitgliedschaft in der 'Militanten Gruppe'. Anne Roth begann ein Weblog  (annalist.noblogs.org), in dem der Fall und seine Folgen diskutiert werden. Er ist mittlerweile ein internationales Forum geworden, das die Verbindung zwischen den realen Gefahren für Meinungs- und Bewegungsfreiheit und einer wachsenden Unsicherheit des Staates, dessen Funktion eigentlich wäre, diese Grundrechte zu garantieren, herstellt.
 
18:00

Sonderveranstaltung: Arbeit2.0 - Urheberverträge im digitalen Zeitalter @ Bilderberg Salon

 
Ob Medienkünstler und Galerie, Autor und Verlag oder Filmemacher und Produzent - ihre Beziehungen beruhen immer auch auf Verträgen. Oft genug sind es genau diese Verträge, die das Vertrauensverhältnis ins Wanken bringen. Dann nämlich, wenn die Verwerter mehr Rechte verlangen, als die Kreativen bereit sind herzugeben - aber auch, wenn die Verwerter nicht die Rechte bekommen, die sie brauchen, um ein Werk erfolgreich zu vermarkten.
Die Urheberrechtsexperten von iRights.info (Berlin) und der Hartware Medienkunstverein (Dortmund) widmen sich in ihrem neuen gemeinsamen Projekt Arbeit2.0 den Fragen, die in einer Welt immer drängender werden, in der sich die Arbeitsformen verändern und immaterielle Güter eine immer größere Rolle spielen: den Wechselbeziehungen von Kreativität und Recht.
Die Diskussionsrunde mit Gästen soll zeigen, wie Kreative und Produzenten von diesen Veränderungen betroffen sind. Fragen und Erfahrungsberichte aus dem Publikum sind unbedingt erwünscht!
 

work 2.0 - Urheberverträge im digitalen Zeitalter

 

work 2.0 - Urheberverträge im digitalen Zeitalter


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