KontaktNewsletterSearch
TransmedialeProgrammAwardPresseServiceArchivCredits

Ausstellung CONSPIRE...

Manifestos

In vielen seiner Manifeste legt Mangelos seine Theorien der gesellschaftlichen Evolution und der gleichzeitigen Stagnation der Entwicklung der Kunst dar, bis hin zu Krise und Tod derselben, die er auf die Kluft zwischen zwei Zivilisationen zurückführt: der manuellen und der maschinenhörigen, erstere auf dem Prinzip eines alten, "naiven und metaphorischen Denkens" basierend, letztere dagegen auf dem eines "funktionalen Denkens". Mangelos beklagt, dass durch Technologie Veränderungen ausgegelöst wurden, die viele der Disziplinen, die mit dem alten Denken verbunden sind, abgewertet haben - vor allem die Philosophie und die Kunst.
Mangelos formulierte  seine Manifeste oft mit einer spielerisch anmutenden Ironie, die im Kontrast zu seinen anmaßenden Botschaften und der Banalität der verwendeten Sätze steht  Ihm war bewußt, dass seine Schriften keineswegs das präzise, funktionale Denken, das er befürwortete, reflektierten; daher versuchte er seine Informationen zu verdichten und so klar und prägnant wie möglich in einer Wittgenstein'schen Manier zu präsentieren. Die kurzen, auf Globen geschriebenen Manifeste erscheinen als Schlussfolgerungen einiger seiner Theorien ("die erste Maschine ist das erste Modell funktionalen Denkens"; "sein=nichts / anderssein=andernichts"; "Kitsch existiert nicht in der Kunst / Kitsch ist lediglich ein Instrument der Negation des gefühlten Wertes einer anderen Art von Schönheit ") oder eine Zusammenfassung seiner Theorien in einem einzigen wichtigen Wort wie zum Beispiel "Energie", das er in verschiedenen Schriftarten buchstabierte. 


© TRANSMEDIALE 2008  ImprintCredits & Sponsors
Britt Dunse Produktion IN-BERLIN