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45 letters to Magnussons before the spring

Lounge: Mittwoch 30.1. - Sonntag 10.2., 10:00 - 22:00 @ Foyer
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Indem sie Namen und Adressen zufällig gewählter Personen aus dem Netz filtert und diese Daten benutzt, um die Unbekannten mittels persönlichen, handgeschriebenen Briefen zu kontaktieren, stellt Annabel Castro Meagher Analogien zum Prinzip Spam her und hinterfragt die Nutzung öffentlicher Daten für den Einbruch in die Privatsphäre. Die geführte Kommunikation wird auf einer Website präsentiert, damit kehrt die physische Dokumentation in die virtuelle Sphäre zurück. Meagher gibt den Namen jeder Person ein, zudem das Absendedatum jedes Briefes und eine kurze Inhaltsangabe. Mit einem Klick kann sich der Besucher Fotografien der abgesendeten Briefe ansehen; auf einer Karte sind die Wohnorte der Empfänger verzeichnet, Luftbilder ihrer Häuser verfügbar. Die Empfänger der Briefe traten in die Kommunikation ein, indem sie die Umschläge öffneten und die Webadresse besuchten, die ihnen ein Jahr später per Postkarte zugesendet wurde. Mit der Nutzung des Briefes als eines physischen, persönlichen und vielleicht schon obsoleten Mediums verbindet Meagher den virtuellen Informationsfluss mit dem realen Raum und realen Menschen. Ihre Arbeit stellt die Frage nach der virtuellen Kennzeichnung - wer hat die Macht über solche Kennzeichnungen und wie definieren sie uns in der realen Welt?

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